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Presseinformation: Neuer Freiwilligenjahrgang gestartet,16.500 Freiwillige pro Jahr im evangelischen Bereich , Ratsbeauftragte fordert verstärkte Anerkennung

Hannover, 18.10.2017. Über 16.500 Freiwillige beginnen pro Jahr im evangelischen Bereich bundesweit ihren Dienst im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), im Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder in einem internationalen Freiwilligendienst. Die meisten von ihnen starten in diesen Wochen in diese besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements – so auch beispielsweise die mehr als 700 Menschen, die ihren Freiwilligendienst im Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V. beginnen und die heute im Rahmen eines Gottesdienstes in Hannover begrüßt werden.

„Die Freiwilligen schenken anderen Menschen ihre Zeit und Tatkraft und erleben ihren Dienst als eine wertvolle Zeit der Orientierung und der Bildung – persönlich wie sozial“, sagt Dr. Petra Bahr, Beauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Freiwilligendienste. „Die Freiwilligen machen Erfahrungen, die sie wachsen lassen und die ihnen meist auch neue Perspektiven auf das Leben und das gesellschaftliche Miteinander geben. Das ist oft ein wichtiger Grundstein für ein weiteres zivilgesellschaftliches Engagement.“

Das Engagement der Freiwilligen müsse verstärkt anerkannt werden. „Wünschenswert wäre die Umsetzung konkreter Maßnahmen, die eine ernsthafte und nachhaltige Wertschätzung bedeuten“, fordert die Ratsbeauftragte. Diese könne ganz praktischer Natur sein wie beispielsweise in Form von Vergünstigungen im Öffentlichen Personennahverkehr durch die Einführung eines deutschlandweiten „Freiwilligendiensttickets“.

Die Freiwilligen werden in den kommenden sechs bis maximal 24 Monaten in Deutschland und weltweit meist in Vollzeit in vielfältigen Tätigkeitsbereichen wie der Kinder- und Jugendhilfe, der Altenhilfe, der Behindertenhilfe sowie in Friedensdiensten und in den Feldern globalen Lernens und ökologischen Handelns im Einsatz sein. Auch aus dem Ausland kommen Menschen nach Deutschland, um hier einen Freiwilligendienst zu leisten. Im evangelischen Bereich sind es rund 750 Menschen pro Jahr. „Freiwillige ermöglichen in den Einrichtungen ergänzende Angebote, die ohne ihren Einsatz nicht realisierbar wären", erläutert Dr. Petra Bahr.

Gleichzeitig sind Freiwilligendienste eine besondere Bildungs- und Orientierungszeit. Viele Freiwillige lernen in ihrem Dienst Menschen und Lebenssituationen kennen, denen sie so bisher nicht begegnet sind. Schon im Engagement in der Einsatzstelle findet unter fachlicher Anleitung die Verbindung von Praxis und Lernen statt. Für viele Freiwillige, besonders in den Jugendfreiwilligendiensten, ist der Dienst der erste Kontakt zur Berufswelt. Ein wichtiges Element in der Begleitung der Freiwilligen ist die Seminararbeit: An insgesamt 25 Bildungstagen kommen die Freiwilligen zusammen, werten Erfahrungen aus, bekommen Impulse und lernen voneinander. Zusätzlich werden die Freiwilligen im gesamten Dienst durch die pädagogischen Referent*innen der Träger unterstützt. Bei internationalen Freiwilligendiensten findet die Begleitung im Ausland ergänzend durch Partnerorganisationen statt.

Zusatzinformation: Zusätzlich zum FSJ und FÖJ für junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren richtet sich der BFD an alle Altersgruppen. Der Beginn für einen Freiwilligendienst ist auch im Laufe des Jahres möglich. Wer an einem Freiwilligendienst in Deutschland oder im Ausland interessiert ist, kann auf www.ein-jahr-freiwillig.de ein Angebot von rund 11.000 Stellen finden. Weitere Informationen zu Freiwilligendiensten finden sich auf www.ev-freiwilligendienste.de, www.friedensdienst.de sowie auf www.kef-online.org

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