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Entsendung

Im Folgenden werden Förderprogramme und Rahmen für die Entsendung von Freiwilligen ins Ausland vorgestellt. Die Darstellung soll Organisationen einen Überblick geben, welche Programme sie für die Durchführung von Freiwilligendiensten im Ausland nutzen können. 

Internationaler Jugendfreiwilligendienst

Der IJFD ist ein Lern- und Orientierungsdienst, dessen Schwerpunkt im Erwerb sozialer, gesellschaftspolitischer und interkultureller Kompetenzen liegt. Er richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt und ihren gewöhnlichen Aufenthalt vor dem Dienst in Deutschland haben.

Der IJFD kann weltweit geleistet werden und dauert zwischen 6 und 18 Monaten. Die Einsatzbereiche liegen v.a. im sozialen Bereich, in der Kultur, im Sport, in der Denkmalpflege, im ökologischen Bereich, im Bildungswesen, in der Friedens- und Versöhnungsarbeit sowie Demokratieförderung.

Der Dienst umfasst bei einem zwölfmonatigen Einsatz den Besuch von mindestens 25 Seminartagen.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  (BMFSFJ) 
www.ijfd-info.de 

Als Träger anerkannt werden können gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Deutschland. 

Alle im IJFD aktiven Entsendeorganisationen müssen sich einer Zentralen Stelle für Qualitätsmanagement anschließen. Im evangelischen Bereich gibt es zwei Zentrale Stellen im IJFD:

Alle Zentrale Stellen für Qualitätsmanagement im Überblick.

Zudem müssen alle Einsatzplätze im IJFD ein Anerkennungsverfahren über das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben durchlaufen. Die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen im Ausland ist nicht vorgeschrieben und liegt in der Verantwortung der Träger.

Formulare und Informationen für Organisationen.

News
12.04.2017

Vielen Dank für die Rückmeldungen und Mitwirkung von Ihnen/Euch an der Umverteilung von Freiwilligenmonaten im derzeitigen Freiwilligenzyklus! Die Zentralen Stellen im IJFD konnten eine Vielzahl frei werdender Freiwilligenmonate anderen Trägern vermitteln, so dass fast alle Träger für diesen Freiwilligenjahrgang ihren Bedarf decken konnten. Hier gilt auch ein Dank an die gute Unterstützung durch das BMFSFJ und die gewissenhafte Umsetzung durch das BAFzA.

21.02.2017

Zur Übertragung der kontingentierten Teilnehmendenmonate ändert sich das Verfahren wie folgt.

06.02.2017

Die Zertifizierten haben in der Zertifiziertenversammlung am 13.12.2016 Änderungen in den Qualitätshandbüchern für Entsendeorganisationen und Trägerorganisationen angenommen. 

10.01.2017

Das BMFSFJ hat die neuen Pauschalsätze für die Förderperiode 2017/18 bekanntgegeben, siehe angehängtes Rundschreiben.

Das weltwärts-Programm richtet sich an junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren und stellt das Globale Lernen und das entwicklungspolitische, gesellschaftliche Engagement in den Mittelpunkt. Die Einsatzplätze können in den Entwicklungsländern nach der OECD-Länderliste liegen und bieten Freiwilligen die Möglichkeit, sich in Bereichen wie z.B. Armutsbekämpfung, Bildung, Gesundheit oder Menschenrechte einzubringen. 
Formale Voraussetzungen zur Teilnahme sind ein Hauptschul- oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung oder vergleichbaren Erfahrungen oder Fachhochschulreife bzw. Allgemeine Hochschulreife sowie die deutsche Staatsbürgerschaft oder ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht. Die Dauer des Dienstes beträgt 6-24 Monate.

Ein zwölfmonatiger Dienst umfasst 25 verpflichtende Seminartage.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, http://www.weltwaerts.de/de/

Als Träger anerkannt werden können gemeinnützige Organisationen mit entwicklungspolitischer Ausrichtung. Hinweise zur Anerkennung gibt es auf der weltwärts-Homepage. 

Alle in weltwärts aktiven Entsendeorganisationen müssen sich einem Qualitätsverbund (QV) anschließen. Im evangelischen Bereich gibt es zwei QV: den „Ev. Qualitätsverbund weltwärts von Ev. Freiwilligendiensten und Brot für die Welt (EQEB)“  und den Qualitätsverbund weltwärts der AGDF.

Alle Qualitätsverbünde im Überblick: http://www.weltwaerts.de/de/die-qualitaetsverbuende/articles/die-qualita...

Zudem müssen alle weltwärts-Entsendeorganisationen für ihr Freiwilligenprogramm eine externe Qualitätszertifizierung vorweisen. 

Für die Prüfung und Anerkennung der Einsatzplätze sind die Träger verantwortlich. Partnerorganisationen im Ausland müssen nicht anerkannt werden.

Formulare für Organisationen hier.

Viele evangelische Träger haben sich zudem in einem Interessenverbund zusammengeschlossen, dem „evangelischen Forum entwicklungspolitischer Freiwilligendienst (eFeF)“

News
12.04.2017

Die ursprünglich für März 2017 geplante, achte Offene Trägertagung wird nun in den Herbst 2017 verschoben.

09.03.2017

Hier  finden Sie die im AK Verfahren entwickelte Musterbelegliste nebst Anhang.

Hinweis: die Verwendung dieser Belegliste als Vorlage befreit  nicht von den vertraglich geregelten Nachweispflichten.
 

14.02.2017

Es gibt nun auch die Möglichkeit nach spezifischen berufsbezogenen Einsatzplätzen aus den Berufsfeldern
1) Handwerk, 2) Verwaltung, 3) Industrie und Handel, 4) Gesundheit sowie 5) Landwirtschaft und Umwelt zu suchen.

An der bisherigen Suchmaske (Karte und Suchformular) ändert sich dadurch nichts. Die neue Suchoption funktioniert davon unabhängig: http://weltwaerts.de/de/einsatzplatzboerse.html    

06.02.2017

Die Zertifizierten haben in der Zertifiziertenversammlung am 13.12.2016 Änderungen in den Qualitätshandbüchern für Entsendeorganisationen und Trägerorganisationen angenommen. 

 Europäischer Freiwilligendienst / European Voluntary Service (EVS)

Der Europäische Freiwilligendienst richtet sich an junge Menschen zwischen 17 und 30 Jahren und bietet Einsatzmöglichkeiten im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich. Die Dauer beträgt zwischen 2 und 12 Monaten.

Einsatzländer sind die EU-Mitgliedsländer sowie Island, Liechtenstein, Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, Norwegen und Türkei. Für Benachbarte Partnerländer gibt es besondere Bedingungen.

Der Dienst umfasst mindestens 15 Seminartage. Dabei muss die entsendende Organisation die Vorbereitung der Freiwilligen sicherstellen; Einführung und Begleitung im Gastland sowie ein Rückkehr-Event im Heimatland führen die Nationalagenturen durch. 
Viele (evangelische) Träger bieten auf eigene Kosten zusätzliche Seminare an.

Europäische Union http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/opportunities-for-individual...
In Deutschland: Abwicklung über die Nationalagentur „Jugend für Europa“ 
https://www.jugend-in-aktion.de/foerderung/leitaktion-1/europaeischer-fr...

In der Regel sind gemeinnützige Organisationen, Nicht-Regierungs-Organisationen, Soziale Unternehmen (social enterprises, z.B. gGmbHs), öffentliche Körperschaften auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene (public bodies at local, regional or national level) und Europäische Zusammenschlüsse territorialer Zusammenarbeit (European Grouping of Territorial Cooperation) antragsberechtigt. 

Sowohl die Entsendeorganisation als auch die Einsatzstelle und – sofern vorhanden – die Aufnahmeorganisation müssen sich bei ihrer jeweiligen Nationalagentur akkreditieren lassen. 
Die deutsche Nationalagentur ist „Jugend für Europa“ (https://www.jugendfuereuropa.de/). 

Sowohl die entsendende wie auch die aufnehmende Organisation kann die Funktion der koordinierenden Organisation übernehmen und den Förderantrag stellen, sofern sie in einem Programmland ansässig ist. 
Formulare: https://www.jugend-in-aktion.de/dokumentencenter/#2_1 

News
11.04.2017

Die Vorbereitungen für den European Solidarity Corps (ESC) laufen weiter auf Hochtouren. Mittlerweile haben sich 25.000 junge Menschen auf der Website des ESC eingetragen. Am 8. März 2017 wurde die Webseite für Organisationen erweitert, die Plätze in Solidaritätsprojekten bereitstellen wollen. Sie können nun auf die Online-Datenbank zugreifen, um nach geeigneten Personen für ihre Aktivitäten zu suchen.

28.03.2017

Aktuell arbeitet die EU-Kommission einen Vorschlag aus, um eine eigene Rechtsgrundlage für den ESC zu schaffen. Der Vorschlag soll spätestens im Juni 2017 veröffentlicht werden. 

28.03.2017

Im Vergleich zu den Vorjahren stehen für den Bereich des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD) insgesamt mehr als 60 Prozent mehr Mittel (ca. 10 Millionen Euro) zur Verfügung. Hieran wird deutlich, dass der EFD – ob klassisch oder im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps oder im Strategischen Freiwilligendienst umgesetzt - im Jugendbereich der EU-Kommission zu den Prioritäten zählt.

28.03.2017

Freiwilligendienstaktivitäten können im Rahmen des Strategischen europäischen Freiwilligendienstes vereinfacht beantragt werden. So können erfahrene koordinierende Organisationen im europäischen Freiwilligendienst (EFD) Anträge für eine größere Anzahl von Freiwilligen und mit einer Dauer von bis zu drei Jahren stellen und müssen bei der Antragsstellung nicht gleich alle Kooperationspartner und Länder benennen.

Anderer Dienst im Ausland

Der Andere Dienst im Ausland (ADiA) richtet sich an Männer und Frauen allen Alters nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht und kann weltweit geleistet werden. Früher war er der Ersatzdienst für den Zivildienst (§14b Zivildienstgesetz); auch nach der Aussetzung der Wehrpflicht wird er als mit sehr wenigen staatlichen Vorgaben versehener und nicht aus Bundesmitteln geförderter Freiwilligendienst angeboten.
Im Mittelpunt stehen der Gedanke der Völkerverständigung und Völkerversöhnung sowie die sozialpraktische Erfahrung der Teilnehmenden. 
Die Dauer beträgt in der Regel 12 Monate.
Der Träger stellt die pädagogische Begleitung vor, während und nach dem Dienst (mindestens 8 Tage bzw. 50 Unterrichtsstunden) als eines der Qualitätskennzeichen sicher. 

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/freiwilliges-engagement,did=174276.html

Träger im ADiA können gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Deutschland sein.
Die Einsatzplätze müssen ein Anerkennungsverfahren über das BMFSFJ durchlaufen.
Auf der Website des BMFSFJ (Link: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/freiwilliges-engagement,did=174276.html) finden sich die Antragsformulare sowie u.a. auch Qualitätskennzeichen für die Durchführung des ADiA.

News
10.01.2017

In der Publikation werden unterschiedliche Aspekte der NRO-Strukturen, Schulpartnerschaften, Freiwilligendienste und Solidaritätsarbeit beleuchtet.

10.01.2017

Im Rahmen einer Betriebsprüfung eines Trägers im November 2014 wurde zunächst Sozialversicherungspflicht im IJFD und im ADiA seitens der Deutschen Rentenversicherung Bund festgestellt.

20.12.2016

 

Kerzenlicht scheint weich
als wolle es ganz leicht
ein Lächeln dir
ins Gesicht zaubern.

14.09.2016

Im Nachgang zur Trägertagung in Berlin hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) den IJFD-Trägern ein Protokoll

Das Freiwillige Soziale bzw. Ökologische Jahr im Ausland (FSJiA/FÖJiA) richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht und kann weltweit geleistet werden. Einsatzbereiche liegen im gemeinnützigen Sektor (z.B. in der Wohlfahrtspflege, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder der Gesundheitspflege) bzw. im Natur- und Umweltschutz. 
Die Dauer des FSJiA/FÖJiA beträgt zwischen 6 und 12 Monate. 
Der Dienst umfasst 25 Seminartage bei einem 12-monatigen Einsatz. Vor- und Nachbereitungsseminare sind Pflicht; sofern Zwischenseminare angeboten werden, verkürzt sich das Vorbereitungsseminar entsprechend.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Freiwilliges-Engagement/fsj-foej.html

Träger im FSJiA/FÖJiA können gemeinnützige Organisationen mit nachgewiesener Auslandserfahrung und Sitz in Deutschland werden. Träger im FSJiA müssen von der zuständigen Landesbehörde anerkannt werden und sich einem bundesweit tätigen Bundestutorat mit der Aufgabe der zentralen Qualitätssicherung und -entwicklung anschließen. 
Im evangelischen Bereich gibt es ein Bundestutorat bei den Ev. Freiwilligendiensten gGmbH: http://www.ev-freiwilligendienste.de/hauptnavigation/interessierte-organ...
Die Anerkennung der Einsatzstellen liegt in der Verantwortung der Träger.
Die Grundlageninformationen finden sich unter: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Freiwilliges-Engagement/fsj-foej.html

News
10.01.2017

In der Publikation werden unterschiedliche Aspekte der NRO-Strukturen, Schulpartnerschaften, Freiwilligendienste und Solidaritätsarbeit beleuchtet.

10.01.2017

Im Bundeshaushalt 2017 ist eine Stärkung der Jugendfreiwilligendienste vorgesehen.

20.12.2016

 

Kerzenlicht scheint weich
als wolle es ganz leicht
ein Lächeln dir
ins Gesicht zaubern.

23.11.2016

Svenja Stadler, engagementpolitische Sprecherin der SPD:

Noch immer fehlt eine flächendeckende Infrastruktur für bürgerschaftliches Engagement. Die bestehende Infrastruktur berücksichtigt in erster Linie organisiertes Engagement und zeitlich befristete Programme.

Der Deutsch-Französische Freiwilligendienst richtet sich an junge Menschen zwischen i.d.R. 18 und 25 Jahren nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht, findet ausschließlich zwischen Frankreich und Deutschland statt und wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) zusätzlich unterstützt. Den Rahmen bilden auf deutscher Seite der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD) und auf französischer Seite der Service Civique. 
Wichtiges Merkmal des Freiwilligendienstes ist Gegenseitigkeit; d.h. ein deutscher und ein französischer Verein entsenden und empfangen gleichzeitig eine/n Freiwillige/n. Einsatzbereiche liegen im Bereich Kultur, Ökologie, Soziales, Sport, Schule und Hochschule. Die Dauer beträgt zwischen 10 und 12 Monaten. 
Der Dienst umfasst 25 gemeinsame Seminartage bei einem 12-monatigen Einsatz, durchgeführt von Trainer_innen des DFJW. 

Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW) https://volontariat.ofaj.org

News
20.12.2016

 

Kerzenlicht scheint weich
als wolle es ganz leicht
ein Lächeln dir
ins Gesicht zaubern.

Privatrechtlich vereinbarte Freiwilligendienste

Viele Organisationen bieten neben staatlich geförderten Programmen auch privatrechtlich gestaltete internationale Freiwilligendienste an. Oft basieren diese Programme auf gewachsenen Strukturen und bestehenden Partnerschaften und werden schon seit Jahrzehnten durchgeführt.

Diese Freiwilligendienste werden ohne staatliche Förderung umgesetzt. Die Rahmenbedingungen, z.B. zum Alter der Freiwilligen oder der Dauer des Dienstes, können flexibel geregelt und zwischen Träger und Freiwilligen individuell vertraglich festgelegt werden. Viele Träger orientieren sich bei ihren Qualitätsstandards aber an anderen Programmen. Der Einsatz kann in ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern, wie z.B. im sozialen, kirchlichen oder im Umweltbereich, erfolgen.

News
10.01.2017

Im Rahmen einer Betriebsprüfung eines Trägers im November 2014 wurde zunächst Sozialversicherungspflicht im IJFD und im ADiA seitens der Deutschen Rentenversicherung Bund festgestellt.